Warum generische Assessments für Ihr Unternehmen nicht funktionieren
SHL, TestGorilla, Harver, sie bieten allen dieselben Tests an. Warum das ein Problem ist und was die Alternative ist.
Door Ingmar van Maurik · Founder & CEO, Making Moves
Die Assessment-Branche verkauft One-Size-Fits-All
Die großen Assessment-Publisher, SHL, Harver, TestGorilla, Saville, Aon Assessment Solutions, haben ein solides Geschäftsmodell: einen Test entwickeln und an Tausende Unternehmen verkaufen. Es ist skalierbar, profitabel, und das Marketing klingt überzeugend: "validiert an 100.000+ Kandidaten", "bewiesener Vorhersagewert", "wissenschaftlich fundiert".
Das Problem: Ihr Unternehmen ist nicht dasselbe wie diese Tausende anderer Unternehmen. Der Entwickler, der bei einer Großbank erfolgreich ist, hat ein anderes Profil als der Entwickler, der bei einem schnell wachsenden Startup aufblüht. Der Sales Manager, der in einer Enterprise-Umgebung Spitzenleistungen erbringt, hat andere Eigenschaften als jemand, der in einem KMU-Team glänzt.
Und dennoch verwenden all diese Unternehmen denselben Test, mit derselben Normgruppe und derselben Interpretation.
Das grundlegende Problem mit generischen Tests
Generische Normgruppen verfehlen den Kontext
Die Scores eines generischen Assessments werden mit einer Normgruppe aus Tausenden zufälligen Personen verglichen. Diese Normgruppe ist ein statistischer Durchschnitt, der für niemanden spezifisch relevant ist:
Die Folge: Sie filtern gute Kandidaten heraus und lassen weniger geeignete durch, einfach weil Sie den falschen Maßstab anlegen.
Kein Unternehmenskontext oder Cultural Fit
Ein Persönlichkeitstest, der "Teamarbeit" misst, berücksichtigt nicht, wie Teamarbeit in Ihrer spezifischen Kultur aussieht:
Derselbe "Teamarbeit"-Score kann bei Unternehmen A ein perfekter Match und bei Unternehmen C eine völlige Fehlbesetzung sein. Der generische Test macht diesen Unterschied nicht.
Statische Modelle in einer dynamischen Welt
Der Test ändert sich nicht. Ob Sie ihn 2020 oder 2026 durchführen, es ist derselbe Test mit derselben Normgruppe und derselben Interpretation. Aber Ihr Unternehmen verändert sich kontinuierlich:
Ein statisches Assessment kann diese Dynamik per Definition nicht abbilden.
Begrenzte Vorhersagekraft
Betrachten wir die Zahlen ehrlich. Forschung zeigt, dass generische kognitive Tests eine Korrelation von r = 0,30-0,50 mit der Arbeitsleistung haben. Klingt vernünftig, aber was bedeutet das in der Praxis?
Das ist besser als nichts, und sicherlich besser als unstrukturierte Interviews (r = 0,20), aber weit entfernt von der Genauigkeit, die Unternehmen zu bekommen glauben, wenn sie für ein "wissenschaftlich validiertes" Assessment bezahlen.
Die Kosten summieren sich
Generische Assessments sind nicht günstig:
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Und das exklusive ATS-Integration, Schulung für die Interpretation und die Zeit, die Recruiter mit dem Lesen von Berichten verbringen, die sie oft nicht vollständig verstehen.
Die Alternative: Maßgeschneiderte Assessments
Schritt 1: Analysieren Sie Ihre Top-Performer
Statt generische Tests zu verwenden, beginnen Sie mit der Analyse Ihrer besten Mitarbeiter:
Das ergibt ein Erfolgsprofil, das einzigartig für Ihre Organisation ist, und es kann je nach Rolle variieren.
Schritt 2: Eigene Normgruppen aufbauen
Ihre Scores werden mit Ihren eigenen Mitarbeitern verglichen, nicht mit dem Markt:
Schritt 3: Kontinuierliche Verbesserung
Nach jeder Einstellung wird das Modell validiert:
1. Der Kandidat absolviert das Assessment
2. Nach 6 Monaten: Leistungsbeurteilung
3. Korrelation berechnen: War die Vorhersage korrekt?
4. Modell basierend auf Ergebnissen anpassen
5. Wiederholen, das System wird immer intelligenter
Das ist das Prinzip der kontinuierlichen Validierung: Ihr Assessment entwickelt sich mit Ihrer Organisation. Nach 50-100 Einstellungen haben Sie ein Modell, das signifikant besser vorhersagt als jedes generische Assessment.
Schritt 4: In den Hiring-Flow integrieren
Maßgeschneiderte Assessments liefern den größten Mehrwert, wenn sie nahtlos integriert sind:
Der Business Case
Nehmen wir an, Sie nehmen 100 Einstellungen pro Jahr vor, mit einer durchschnittlichen Fehlbesetzungsrate von 15 % (dem Marktdurchschnitt).
Aktuelle Situation mit generischen Assessments:
Nach Implementierung maßgeschneiderter Assessments:
Die Investition in Ihr eigenes Assessment-System, als Teil einer kompletten Hiring-Plattform, amortisiert sich innerhalb des ersten Jahres. Und es wird jedes Jahr wertvoller, da das Modell dazulernt.
Über finanzielle Einsparungen hinaus:
Wichtigste Erkenntnisse
Generische Assessments sind ein Kompromiss aus der Not heraus: Sie waren die beste Option, als unternehmensspezifische Lösungen zu teuer und zu komplex waren. Aber diese Zeit ist vorbei.
Mit moderner Technologie und Ihren eigenen Daten können Sie Assessments aufbauen, die:
Die Zukunft der Assessments ist nicht generisch. Sie ist unternehmensspezifisch, datengesteuert und kontinuierlich lernend.
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